Ein ganzer Monat ist vergangen, seit ich vom ersten Tag des Tribal:Pura in Barcelona Anfang Mai erzählen konnte. So viel ist in meinem Leben los gewesen - Freunde kamen zu Besuch, ich habe Freunde besucht, Beruf und Arbeit, Freunde treffen und meinen Haushalt in Schach halten, und Tanztraining, all' das hat mich vom Schreiben abgehalten. In der Zwischenzeit haben eine Tanzschwester und ich beim diesjährigen Internationalen Tribal Festival in Hannover getanzt, sehr aufregend. Dazu komme ich bald. Ich werde nur noch vorher den Tribal:Pura bevor die Erinnerungen noch mehr verblassen.
Ich war so in Barcelona verliebt, so viel dort herumgelaufen, dass meine Füße schmerzten - hart beim Workshop. Also ging ich es an meinem dritten Tag in Barcelona ruhiger an und ging im Café Els Quatre Gats, in dem schon Picasso und seine Künstlerfreunde dasselbe taten, einen Kaffee trinken und schrieb ein paar Postkarten nach Hause. Ich ging noch spazieren. Der Workshop meinte es an diesem Tag allerdings auch gut mit meinen Füßen. Diesmal gab es keine Probleme mit der Musikanlage und wir begannen mit den Indian Temple Stretches. Tatsächliches Tanztraining gab es zu Trios mit Führungswechseln und Fades. Besonders beim Faden lernte ich Neues, z. B. Faden mit Bodywave, Arabic von der Seite etc. Aber an diesem Tag wurde viel demonstriert und erklärt und wir schauten und hörten zu: Wie sich ein Trio und ein Quartett aufstellt, warum Position 3 oft die schwierigste ist - und dann sollten wir das ausprobieren.
Dann gab es natürlich noch das Chorus-Training: Wir bildeten Gruppen zu viert und mussten uns dann durcheinander im Chorus verteilen. Es ging darum, dass wir, wenn die vorhergehende Gruppe sich anschickte, wieder in den Chorus zu wechseln, sicher und selbstbewusst nach vorne gehen sollten, uns begrüßen, aufstellen, tanzen und dann wieder in den Chorus gehen. Carolena und Megha betonten besonders, dass im Chorus stehen wichtig ist - es ist keine Zeit, in der man nur darauf wartet, selbst vorne glänzen zu können, sondern für die Gruppe vorne einen schönen Rahmen zu geben. Schließlich möchten wir ja auch, dass die anderen für uns im Chorus arbeiten, wenn wir vorne sind. Es geht also immer um den Tribal-Spirit - Gruppengeist. Nichts für große Egos, die nicht so gerne im Team spielen.
Im letzten Teil des Workshops ging es um Kopfputz. Zwei Freiwillige waren gefragt. Carolena zeigte, wie man einen vollen Turban baut. Megha zeigte den halben Turban. Das war genau das, was Wendy Allen im November im Haar-Workshop gezeigt hatte. Megha hat das auch von ihr gelernt.
Ja, und dann war es auch schon vorbei... Meine Tribal-Bekannte und ihr Mann gingen noch in einem Restaurant in der Nähe zu Abend essen, dann war schon Zeit für den Abschied... An meinem letzten Tag in Barcelona regnete es. Mein Flug ging anderntags erst spät und ich hatte noch etwas Zeit für Besichtigungen. Meine Füße bekamen keine neuen Blasen dabei, aber meine Schuhe wurden nass. Aber das war es wert - ich bin sehr froh, dass ich dort war!
Sonntag, 20. Juni 2010
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