Dienstag, 9. März 2010

Tanzen macht glücklich



... und kann sogar dein Leben verändern. Das jedenfalls ist die Lebenserkenntnis von Royston Maldoom, der genau das in seinem Film "Rhythm is It!" gezeigt hat. Leider habe ich den noch nicht gesehen, denn wenn ich mal Zeit habe fürs Kino, dann läuft entweder nichts, das mich reizt, oder aber so viel Interessantes, dass ich es nicht schaffe, alle Filme zu sehen, solange sie laufen. Sei's drum. Heute morgen las ich in der Zeitung, dass morgen Royston Maldooms Biografie in Deutschland heraus kommt. Dazu gab es einen kurzen Artikel, in dem auch erwähnt wurde, dass Tanzen glücklich macht und das Leben verändern kann. Das Buch ist schon auf meiner Leseliste:

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3100473906/ref=ord_cart_shr?_encoding=UTF8&m=A3JWKAKR8XB7XF

Starker Tobak, dieses Verändern eines Lebens. Was das glücklich machen angeht, das stimmt natürlich. Wenn ich auf die letzten Wochen zurück blicke, da hatte ich extrem viel um die Ohren, einige Lebensbereiche machten Sorgen, die Arbeit. Ich war auch viel unterwegs und hatte keine Zeit, zu schreiben. Was das Tanzen betrifft, so steht bei uns Training zwei Mal pro Woche auf dem Plan, um mich mit einer Tanzschwester für unseren Auftritt im Rahmenprogramm der diesjährigen World of Orient in Hannover vorzubereiten. Wie mein Chef immer zu sagen pflegt: "Weihnachten kommt immer so plötzlich," und das gilt wohl auch für Auftritte. Bei der Planung und Zusage sind sie noch Lichtjahre in der Zukunft, und auf einmal stehen sie unmittelbar bevor. Und dann stellen wir fest: Eine von uns ist schwanger und mit den Nebenwirkungen und Vorbereitungen vollauf beschäftigt, und unser Neuzugang wird seit einiger Zeit so heftig mit Aufträgen überhäuft, dass sie es nur einmal pro Woche zum Training schafft. Das reicht aber momentan noch nicht für einen Bühnenauftritt und so mussten wir umkonzipieren von ATS Gruppenimprovisation auf ATS Power Duet. Mit der verbliebenen Tanzschwester hatte ich das noch nicht so intensiv geübt und es brauchte ein Weilchen, bis wir synchron und aufeinander eingestellt waren und die Kommunikation, z. B. darüber, wer nun führt, gut klappte. Zunächst verursachte mir das den berühmten Stress: Zu wenig Zeit zum Üben und Vorbereiten, zum Konzentrieren, zu viel auf einmal los, lange arbeiten, schnell nach Hause und etwas zu Essen fassen und die Tanzklamotten auch, bevor zum Training gehetzt wurde... Und dann das Wunder: Wir wärmten uns auf und ließen dabei den Tag und seinen Ärger los. Wir machen die Musik an und der Tanz nimmt uns in Besitz. Wir werden synchron und es macht soooo viel Spaß! Und zack! ist die Zeit herum! Wir gehen glücklich und gehobener Stimmung nach Hause! Das funktioniert jedes Mal! Erstaunlich!

Was den lebensverändernden Teil angeht ... nun. Als ich orientalischen Tanz lernte und auch lehrte, konnte ich bei vielen Frauen, die zum Unterricht kamen, bemerkenswerte Veränderungen beobachten. Einige fühlten sich zunächst nicht wohl und waren nur da, weil ihr Frauenarzt es ihnen empfohlen hatte. Einige kamen in Sportausrüstung, die für Leichtathletik besser geeignet war. Einige waren schüchtern, versteckten sich hinten und waren weg, sobald die Stunde rum war. Nach einiger Zeit fühlten sie sich wohl, waren selbstbewusst und definierten für sich das Frau sein neu. Sie kamen in Röcken, auch mal in die vorderen Reihen und hätten am Ende der Stunde gerne noch weiter gemacht. Das gibt es sicher im Tribal Dance auch, da bin ich sicher. Wie bedeutend diese Veränderungen wirklich waren - wer weiß? Ich finde das jedenfalls faszinierend... Heute abend jedenfalls werde ich wieder glücklich sein: Power Duet Training steht an!

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